• Impressionen der Gemeindereise nach Tschechien

  • von Renate Pfeifer
    Ahoj! Mit diesem Gruß heißt man Freunde und Verwandte in Tschechien willkommen. Steckt darin etwa die versteckte Sehnsucht der Tschechen nach dem Meer?
    Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Gemeindereise durch Böhmen und Mähren haben das Meer jedenfalls während ihrer 10-tägigen Rundreise nicht vermisst.
     © Renate Pfeifer © Renate Pfeifer

    Denn vor dem Hintergrund der wechselvollen Geschichte Tschechiens durften wir mit unserem kompetenten tschechischen Reiseleiter Jiri wunderbare Städte mit von Laubengängen umrahmten Marktplätzen und farbenfrohen Bürgerhäusern, seine Heimatstadt Prag sowie prächtige Schlösser und abwechslungsreiche Landschaften erleben. Selbstverständlich genossen wir auch die böhmische Küche, das gute Bier und – überraschend - den in Südmähren angebauten Wein.
    Nur beispielhaft soll als einer der zahlreichen Höhepunkte der Reise der Besuch der Stadt Krumau, durch deren Mitte sich die Moldau schlängelt, genannt werden. Von dem gewaltigen Schloss aus bot sich bei strahlendem Sonnenschein ein wunderbarer Panoramablick auf die historische Altstadt und den von unzähligen Kanuten befahrenen Fluss. Im Schloss besuchten wir auch das einzigartige Barocktheater und erhielten interessante Einblicke in die Bühnentechnik.
     © Renate Pfeifer © Renate Pfeifer
    Begeistert waren wir auch von der Führung durch die prunkvoll ausgestatteten Repräsentations- und Privaträume des Schlosses Frauenberg, das im 19. Jahrhundert erkennbar nach dem Vorbild von Schloss Windsor umgestaltet wurde und zu den schönsten Schlössern Tschechiens zählt.
    Zwischen den Besichtigungen gab es auch immer wieder Zeit, die Landschaft zu genießen, sei es bei einer Bootsfahrt durch den Landschaftspark des südmährischen Schlosses Lednice, einer Schifffahrt auf dem an der tschechisch-österreichisch Grenze gelegenen Lipno-Stausee oder einer Fahrt auf der Moldau in Prag am letzten Reisetag.
     © Renate Pfeifer © Renate Pfeifer
    Tief beeindruckt waren wir auch von einem ganz außergewöhnlichen Kreuzweg, der in einer Vorstadtkirche Prags in Lhotka zu finden ist. Ein früherer Pfarrer der dortigen Gemeinde hat gemeinsam mit dem tschechischen Künstler Karol Stadnik in der politisch schweren Zeit nach dem Prager Frühling diesen Kreuzweg entworfen. Der in den Jahren 1973 bis 1975 geschaffene Kreuzweg zeigt Stationen der Passion, in die Menschen im Lauf der Kirchengeschichte und der Geschichte überhaupt hineingehen mussten. Nachdem bereits einige Kreuzwegstationen Thema des von unserer ehemaligen Gemeindereferentin Renate Schmitt gestalteten Wortgottesdienstes waren, waren wir gespannt, am nächsten Tag bei unserer Ankunft in Prag den Kreuzweg mit eigenen Augen zu sehen und waren von der Ausdruckskraft der einzelnen Stationen überwältigt.
    Für einige Reiseteilnehmer und Reiseteilnehmerinnen war die Reise nach Tschechien auch eine Reise in die ganz persönliche familiäre Vergangenheit, was unterwegs zu vielen interessanten Gesprächen führte.
    Noch sind wir voller Eindrücke dieser Reise, doch schon laufen die Planungen für die Gemeindereise 2025, die in der Zeit vom 18.05. – 25.05.2025 in den Norden Italiens, in die Lombardei/Emilia Romagna führen soll.
    Herzliche Einladung an alle Reiseinteressierten!

    News und Ankündigungen

  • 50. Staanemer Kerb

  • von Eckart Peter
    Bild