von Jan Schelberg , Maria Dehmer , Birgit Maikranz
Das Pfarrbüro St. Johann Baptist bleibt vom 20.04 - 22.04.2026 geschlossen. In dringenden Fällen wenden Sie sich an ein anderes Pfarrbüro in der Pfarrgruppe.
Alle Pfarrbüros bleiben vom 27.04. bis 28.04. wegen einer Teamfortbildung geschlossen; das Pfarrbüro St. Peter und Paul hat im Anschluss vom 29.04. bis 30.04.2026 geschlossen
In dringenden seelsorgerischen Notfällen wenden Sie sich bitte an Pfarrer Wolfram Schmidt ✆ 6750865.
von Sven Bergmann( Festausschuss St. Johann)
Das Pfarrfest im Marienpark steht vor der Tür: Fronleichnam - Donnerstag, 04.06.2026
Dazu benötigen wir die Unterstützung aus der Gemeinde und der Pfarrgruppe.
Wir suchen freiwillige Helfer/innen, die gerne einen Dienst übernehmen möchten. Es werden vor allem Helfer/innen im Bereich Essen und Kuchentheke gesucht.
Weiterhin benötigen wir für den Kuchenstand Kuchenspenden. Bitte melden Sie die Kuchenspende möglichst unter der angegebenen E-Mail Adresse an. Bitte beachten Sie auch die Einhaltung der Kühlkette. Kuchenabgabe ist am Festtag ab 10Uhr an der Kuchentheke möglich.
Das Organisationsteam bedankt sich bereits jetzt schon für Ihre Unterstützung, egal ob als Helfer/in oder als Kuchenspender/in! Wenn sich jeder einbringt, wird es mit Sicherheit wieder ein tolles Fest und ein unvergesslicher Tag für alle!
Kontakt
Lars Just / Dienste + Kuchenanmeldung
📱 0151-252 88 511
✉ just.lars@gmx.net
von Alexandra Huwe( Ortsausschuss St. Nikolaus)
Blütenteppiche an Fronleichnam (10 Tage nach Pfingsten) sind gelegte, vergängliche Blütenbilder, die den Weg der Fronleichnamsprozession schmücken.
Sie symbolisieren den Weg des Herrn und sollen Jesus, der im Brot (durch die Monstranz) durch die Straßen getragen wird, einen festlichen Weg über die Himmelswiese bereiten.
Für die Blütenteppiche werden einen Tag vorher viele Blütenblätter z. B. von Rosen gesammelt. Damit werden kunstvoll christliche Symbole z. B. Kelch, Hostie, Fisch oder auch Hände, Brot, eine Taube, eine Welt oder Herzen gelegt.
In St. Nikolaus werden diese Bilder von ein paar Frauen gelegt, die sich früh morgens bei Sonnenaufgang vor Ort treffen. Das Legen mit Hilfe von dunkler Erde, gefärbten Spänen und frischem Grasschnitt beginnt. Wer an der St. Nikolaus Kirche mitmachen will oder Blütenblätter und Rasenschnitt vorbeibringen kann, ist dazu herzlich eingeladen. Ein kurzes Planungs-Treffen ist am Mittwoch Abend (03.06.2026) gegen 18.00 Uhr auf dem Wallfahrtsplatz.
Weitere Blütenkunstwerke entstehen an der Kulturhalle, am Friedensplatz und an der Marienkirche.
Es ist ein tolles Erlebnis morgens früh, bei tollem Vogelgezwitscher, diese schönen Bilder mitzugestalten. Lassen Sie uns diese schöne Tradition weiterführen und machen Sie gerne mit.
In diesem Jahr wird die Fronleichnamsprozession an zwei Stationen halt machen: Die Prozession startet an der Kirche St. Peter und Paul, führt über den Backes und den Hirtengarten zum ersten Altar im Rosengarten. Der weitere Weg führt durch die Wörthstraße, Karl-Arnold-Straße, Rektor-Gieles-Straße bis zum zweiten Altar am Fischerbrunnen. Dann wieder zurück über die Hainstädter Straße zur Kirche.
Es wäre schön, wenn die Häuser am Weg ein wenig geschmückt werden würden. Musikalisch werden wir von dem TSV Blasorchester begleitet.
Auch in diesem Jahr freuen wir uns auf das Pfarrfest der Pfarrei St. Johann Baptist traditionell an Fronleichnam im Marienpark unterhalb der Marienkirche. Wie immer wird ein Riesen-Programm für Jung und Alt geboten.
Nach dem Gottesdienst gegen 11.30 Uhr beginnt das Fest mit dem Frühschoppen, untermalt mit zünftiger Blasmusik vom katholischen Musikverein Excelsa.
Ab 12.00 Uhr werden zum Mittagessen leckere Grillspezialitäten von der Pfarrgemeinde zubereitet. Außerdem nicht nur für Vegetarier/innen auf der Speisekarte Kartoffelreibekuchen und der leckere Salatteller.
Neu im Angebot nur am Mittag ist ein Puten-Geschnetzeltes mit Reis. Selbstverständlich werden über den ganzen Tag die selbstgemachten Fischbrötchen angeboten. Es sollte keiner hungrig nach Hause gehen müssen.
Um 14.00 Uhr öffnet das Spielmobil Augustinchen und der Kinderschminkstand seine Pforten. Gegen 14.20 Uhr gibt es einen Vortrag der Goldkehlchen. Ab 15 Uhr unterhält dann der evangelische Posaunenchor wie gewohnt zünftig. Die Bücherei ist ebenfalls zwischen 14.00 Uhr und 18 Uhr geöffnet. Der Kaffee- und Kuchenstand öffnet bereits zum Festbeginn bis in den späten Nachmittag. Ab 18.30 Uhr wird zum Dämmerschoppen absolute Top-Live–Musik geboten.
Die Band Fayette aus Maintal spielt bereits zum zweiten Mal im Marienpark. Das letzte Mal vor zwei Jahren, als der Marienpark auf ca. 10 cm abgesoffen war dots . Die Gruppe ist mittlerweile bundesweit bekannt. Die Party-Cover-Band unterhält mit einer tollen Auswahl an Songs aus den letzten drei Jahrzehnten und spricht alle Generationen an. Da kann sicher keiner sein Bein ruhig halten.
Der Eintritt ist wie immer frei. Der Festausschuss bittet um eine freiwillige Spende in die umherwandernde Spendenbox für das Abendprogramm.
Zum Fest sind wie immer alle herzlich eingeladen, auf ihr Kommen freuen sich der Festausschuss und alle Helfenden. Und alle hoffen natürlich wieder auf tolles Wetter mit viel Sonnenschein!
Wenn man sich ausruhen möchte und dabei Gott ganz nahe sein will, kann man in die Kirche gehen. Man kann sich aber auch auf die neue Bank neben der Kirche in der Nähe der Priestergräber an der Obergasse setzen und dabei außerdem die Natur genießen.
Die kfd Klein-Auheim führte am Pfarrfest einen kleinen Liebhabermarkt durch. Mitglieder der kfd spendeten Dinge, die sie nicht mehr benötigen, die aber zum Wegwerfen zu schade sind. Am Pfarrfest fand so manches schöne Stück eine neue Besitzerin oder einen neuen Besitzer.
Der Erlös dieser Aktion sollte einem guten Zweck zugutekommen.
So wurde eine neue Bank für den Platz neben der Kirche gekauft, die beim Erntedankgottesdienst der Gemeinde vorgestellt wurde. Über Winter wurde die Bank regensicher aufbewahrt und jetzt neben der Rampe aufgestellt. Alle sind eingeladen, den Platz an der Sonne neben der Kirche zu genießen.
von Wolfram Schmidt
Ein Markenkern unserer katholischen Gemeinschaft sind unsere Gottesdienste, die wir feiern. In ihnen kommt unsere Gemeinschaft zusammen, um an Gottes Heilstaten zu erinnern, um sie zu vergegenwärtigen, um Gott zu loben, zu preisen und selbstverständlich auch, um ihm unsere Bitten vorzutragen. Im Laufe der fast zwei Jahrtausende des Christentums haben sich viele unterschiedliche Formen von Gottesdiensten herausgebildet. Sie alle haben ihre Berechtigung und ihren Wert.
Höhepunkt und Mittelpunkt unserer gottesdienstlichen Feiern ist natürlich die Messfeier, in der wir nicht nur das Wort Gottes hören, sondern auch seine Gegenwart in Brot und Wein leibhaft begehen. Eine unabdingbare Voraussetzung für diese Feier ist die Anwesenheit eines geweihten Priesters, der nicht nur Vorsteher dieser Feier ist, sondern auch kraft seiner Weihe in persona Christi agiert.
Das hat allerdings in unserer Zeit eine unangenehme Folge: da es bedauerlicherweise immer weniger Priester in Deutschland gibt, ist nicht mehr in allen Gemeinden die regelmäßige Messfeier möglich. Und die Situation wird sich in den nächsten 7 Jahren drastisch verschärfen, wenn die Priester der geburtenstarken Jahrgänge das Pensionsalter erreichen - so wird es in 2032 in unserem Bistum Mainz nur noch etwa 65 Diözesanpriester unter 68 Jahren geben (= mögliches Pensionsalter). Damit ist ersichtlich, dass es in vielen Ortsgemeinden keine Priester vor Ort mehr geben wird, die im Pfarrdienst stehen, die für die Anzahl der Messfeiern in gewohntem Angebot zur Verfügung stehen. So werden in unseren 11 Ortsgemeinden des Pastoralraumes Mainbogen (laut aktuellem Stellenplan) demnächst nur noch 4 Priester im aktiven pastoralen Dienst stehen. Das hat für alle Gemeinden enorme Konsequenzen: es braucht einen neuen Plan für Mess- und andere Gottesdienstfeiern!
So hat sich seit Anfang 2024 ein Kreis von Frauen und Männern aus dem Pastoralraum regelmäßig getroffen, um einen solchen Plan für Messfeiern in unseren Ortsgemeinden zu entwickeln. Dabei geht es um die Messfeiern an regulären Sonntagen, an Werktagen und an Feiertagen. So wurden Grundgedanken formuliert, auf deren Basis dann die Pläne für Gottesdienste erstellt wurden:
Ein erster Grundgedanke ist, dass es keinem Priester zumutbar ist, mehr als zwei Messfeiern am Tag zu begehen (auch das Kirchenrecht sieht das so vor) - auch wenn das in der Vergangenheit nicht immer beachtet wurde (und für den Sonntag zählt da auch die Vorabendmesse dazu!). Und es ist für jede Gemeinschaft wichtig, wenn ein Priester nach der Messfeier nicht gleich mit wehendem Messgewand ins Auto springt und in die nächste Kirche fährt, sondern noch Zeit für Begegnung hat!
Der Pastoralraum wurde in vier Regionen unterteilt, in denen die Gottesdienste in je drei Ortgemeinden aufeinander abgestimmt sind. So wird in jeder Region am Wochenende verlässlich eine Messfeier am Vorabend und eine Messfeier am Sonntagvormittag stattfinden - in der dritten Ortsgemeinde wird der Gottesdienst dann eine Wort-Gottes-Feier sein, sodass in allen Kirchen am Sonntag ein Gottesdienst gefeiert werden kann.
An den Werktagen soll in jeder Kirche des Pastoralraumes eine reguläre Messfeier begangen werden - gleichmäßig verteilt auf alle fünf Werktage. Dabei wurde versucht, bestehende Gottesdienstzeiten zu übernehmen. Zusätzliche Messfeiern, z.B. für ein Requiem, sind (je nach Zur-Verfügung-stehen eines Priesters) möglich. Dazu kommen die monatlichen Gottesdienste (Mess- und Wort-Gottes-Feiern) in den verschiedenen Alten- und Pflegeheimen, ebenso die Wallfahrtsmessen auf der Liebfrauenheide.
Grundsätzlich können andere Gottesdienste (Wort-Gottes-Feiern, Andachten , Stundengebet, Anbetungen) jederzeit gefeiert werden.
Die Erstellung eines Gottesdienstplanes für die unterschiedlichen Feiertage hat sich natürlich als die größte Schwierigkeit herausgestellt. Gibt es dabei doch ganz unterschiedliche, und zum Teil gegensätzliche Interessen zu beachten. Zum einen hat natürlich jede Ortgemeinde das Interesse, dass die wichtigen Feiertagsgottesdienste in ihrer Kirche begangen werden - andererseits ist auch zu bedenken, wie groß ein Kirchgebäude ist und wie viele Mitfeiernde zusammenkommen (können). Da ist manchmal schon die Quadratur eines Kreises gefordert. Auch wenn zur Zeit der Diskussions- und Entscheidungsprozess für das Gesamtkonzept im Pastoralraum in vollem Gange ist - es gibt auch danach für viele einzelne Details Gesprächsbedarf, dem die Projektgruppe Liturgie auch nachkommt.
In unserer Pfarrgruppe gibt es zum Thema der Gestaltung des Gottesdienstplanes zusätzlichen Druck: der im Oktober bevorstehende Abschied von Pfarrer Differenz macht eine Neuordnung des Planes nicht erst in 2028 nötig (wenn die neue Pfarrei gegründet wird), sondern schon in diesem Jahr. Auch dazu laufen die Gespräche in den zuständigen Gremien, der Liturgieausschuss hat schon beraten, der Pfarrgemeinderat (PGR) folgt Ende Juni.
Pfarrer Schmidt ist bereit, die bestehende Sonntags- und Werktagsordnung für die Messfeiern vorerst so beizubehalten, wie sie existiert. Für die Gottesdienstordnung an den Feiertagen greifen wir auf die Planungen im Pastoralraum zurück. Ein Zugeständnis muss seitens der Gemeinden erfolgen: sollte diese Ordnung über die Kräfte des Pfarrers gehen (, der bekanntlich noch mehr Aufgaben hat, als Messfeiern vorzubereiten und zu begehen), ist eine Überprüfung und gegebenenfalls eine Reduzierung dieser Ordnung unumgänglich. Eine detaillierte Übersicht der Gedanken und Gottesdienstpläne im Pastoralraum finden Sie als Aushänge in allen drei Kirchen. Die Übersicht für die Gottesdienste in der Pfarrgruppe finden Sie in dieser Ausgabe des Pfarrbriefs.
Ein anderes, nicht weniger bedeutendes Thema ist die Zukunft der Gebäude unserer Ortsgemeinden. Nachdem zum Jahresbeginn vor allem über die Kirchen gesprochen wurde, sind nun die Pfarrheime ins Blickfeld gerückt.
Auch hier kann der Bestand nicht so erhalten werden, wie er existiert. Das hat schlicht und einfach finanzielle Gründe - es stehen nicht mehr genug Finanzmittel zur Verfügung, um den täglichen Unterhalt oder gar mögliche Baumaßnahmen all dieser Gebäude zu sichern. Dazu hat das Bistum einige Vorgaben gemacht, die wir nun vor Ort im Pastoralraum umsetzen müssen. Und das bedeutet, dass uns allen im Pastoralraum nur noch etwa ein Drittel der Nutzfläche zur Verfügung steht, die wir bisher genutzt haben (bzw. die inzwischen auch lange Zeiten in der Woche leer gestanden haben).
In Klein-Auheim steht uns zunächst das Don-Bosco-Haus zur Verfügung. Durch die Nutzung vieler Flächen durch die gleichnamige KiTa können wir im Haus vorerst die Räume im Kellergeschoss für gemeindliche Zwecke weiternutzen. Dagegen steht das Kolpingheim komplett zur Disposition - wir werden uns von ihm trennen müssen. Offen bleibt die Zukunft der Räumlichkeiten des Pfarrhauses. Zurzeit steht es im Gespräch als Unterkunft des zukünftigen Zentralbüros der neuen Pfarrei - sollte dieses nicht nach Klein-Auheim kommen, müssen wir uns auch von diesem Haus trennen.
Das Pfarrhaus in der Albanusstraße (St. Johann Baptist) bleibt so lange gesichert, wie die Pfarrerwohnung genutzt werden kann. Im Kardinal-Volk-Haus können wir langfristig die Räume im Obergeschoss an das Schulamt der Stadt Hanau vermieten, die sie dann komplett nutzen werden für die Ganztagesbetreuung für Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule. Die anderen Räumlichkeiten können für die Zwecke der Steinheimer Gemeinden (auch für St. Nikolaus!) genutzt werden.
Am größten (und schmerzhaftesten) werden die Einschnitte in St. Nikolaus werden. Für das Pfarrhaus hat sich ein Interessent gefunden, der das Haus komplett mieten will - dazu laufen die Gespräche mit der Stiftung Theresien Kinder- und Jugendhilfe Kreis Offenbach und sind auf einem guten Weg. Auch für das Jugendheim in der Karlstraße hat sich ein Interessent gefunden, der das komplette Haus mieten will - auch hier sind die Gespräche im Gang. Dabei besteht höchstwahrscheinlich die Möglichkeit, dass einzelne Gemeindegruppen auch weiterhin für monatliche Treffen die Nikolausstube nutzen können. Auch müssen noch Wege gefunden werden (erste Ideen dazu gibt es), wo das Kleiderstübchen eine neue Unterkunft finden kann, wo die rumänisch-orthodoxe Gemeinde Hanau ihren Sonntagsgottesdienst feiern kann (den sie bisher im Jugendheim gefeiert haben). Es gibt also noch ein paar Hausaufgaben zu erledigen, bis alles vollständig geregelt und erledigt ist - aber die Richtung ist eingeschlagen.
Wenn alle diese Pläne und Überlegungen umgesetzt werden können, sind wir als Pfarrgruppe in der Lage, unseren Beitrag zu den geforderten Veränderungen im Pastoralraum zu leisten. Die Verantwortlichen, vor allem in den Verwaltungsräten, sind sich bewusst, dass die eine oder andere Überlegung nicht auf Zustimmung aller treffen wird, dass manche Veränderung sehr schmerzhaft ist - sie sind aber unumgänglich, um anderes erhalten zu können. Deshalb: haben wir den Mut zu Veränderungen, damit auch in Zukunft, auf neuen Wegen und in neuen Formen weiterhin Gemeindeleben möglich bleibt.
von Wolfram Schmidt
Die traditionelle kirchliche Ehelehre war bestimmt durch ein objektivistisch-institutionelles Eheverständnis (Ehe als Übertragung und Annahme des dauerhaften und ausschließlichen Rechtes auf den Körper des anderen zur Zeugung von Nachkommen). Erste Ansätze einer neuen Ehelehre versuchte das Vaticanum II. (Ehe als personaler, freier Akt, in dem sich die Eheleute gegenseitig schenken und annehmen als Gemeinschaft des Lebens und der Liebe). Entscheidend ist nun die Dreiheit von personaler Gemeinschaft, sozialer Gemeinschaft und natürlicher Gemeinschaft, das heißt: Ehe als Gemeinschaft, in der das eigene Person-sein mit all seinen Dimensionen verwirklicht und gelebt werden kann, in der Mann und Frau ihren Platz in der Gesellschaft finden und in der ihre natürliche Hinordnung auf das andere Geschlecht mit all seinen Elementen Platz hat.
Vor allem an der Ehe wird die Unterschiedlichkeit in Zeichen und Vollzug der Sakramente deutlich. Bei der Ehe gibt es nicht nur die innere Ausrichtung und Verpflichtung auf ein Gegenüber, sondern die gesamte Wirklichkeit des Ehesakramentes ist ein Geschehen zwischen zwei Personen. Das äußere Zeichen des Sakramentes ist die Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau. Beide spenden und empfangen zugleich das Sakrament und zwar nicht nur am Anfang mit ihrem Ja-Wort zueinander, sondern jeden Tag aufs Neue durch ihre Lebensgemeinschaft.
Schon im Alten Testament wurde die Ehe zwischen Mann und Frau auch als Bild für Gottes Verhältnis zu seinem Volk gebraucht. Der Bund Gottes, in dem er das Heil für die Menschen will, seine Zuneigung kommt dann bei uns Menschen an, wenn wir in Glaube und Liebe unsere Antwort geben, unser Ja zu ihm sprechen. Der Mensch ist von der Schöpfung her so verfasst, dass er immer ein Gegenüber braucht, um erst richtig er selbst zu werden. Dabei geht es zunächst um das Gegenüber Mann - Frau, dann aber auch um das Gegenüber Gott - Mensch. Im menschlichen Bund Mann - Frau in der Ehe spiegelt sich deutlich der Bund Gott - Mensch wider. In der Ehe zeigt und realisiert sich der Bund Gottes mit den Menschen.
Nun erfährt der Mensch aber auch, dass es Brüche in seiner Existenz gibt. Der Bruch des Bundes mit Gott wird am deutlichsten im möglichen Bruch der menschlichen Lebensgemeinschaft, da die Auflehnung gegen Gott, die Sünde auch im Zentrum des menschlichen Selbstvollzugs, der Geschlechtlichkeit, erfahrbar wird.
Jesus erneuert nun den ursprünglichen Zustand, indem er auf ihn zurückgreift, ihn den Menschen wieder ins Bewusstsein holt und alle jüdische Scheidungskasuistik beiseite lässt. In der anbrechenden Gottesherrschaft wird die Ehe wieder zu einem unwiderruflichen Zeichen der Treue Gottes.
Gleichzeitig greift schon Paulus das Bild des Ehebundes zwischen Gott und Israel auf und setzt es nun auf das Bild des Bundes zwischen Jesus Christus und der Kirche um. Die eheliche Liebe zwischen Mann und Frau ist ein realisierendes Zeichen der Liebe Gottes, die unüberbietbar in Jesus Christus gezeigt ist. So wird die Ehe zu einem besonderen Ort christlicher Bewährung.
Erst spät muss sich die Kirche neben den pastoralen Gesichtspunkten auch um juristische Aspekte kümmern (11. bis 13. Jahrhundert). Auch die Bewertung der Ehe als Sakrament erfolgt recht spät (Konzil von Lyon 1274).
Durch viele, immer mehr aufkommende juristische Aspekte erschien die Ehe mehr und mehr nur noch als sakramentaler Vertrag. Dazu kam oft noch eine Abwertung der Ehe im Vergleich mit der Ehelosigkeit der Kirchenmänner. So nannte Luther die Ehe „ein rein weltlich Ding“. Dabei hatte er mehr die äußeren, juristischen Vollzüge im Sinn. Die Ehe blieb auch für ihn ein Werk und Gebot in Gottes Schöpfungsordnung. Allerdings: Luther sah in der Ehe kein Mittel der Erlösungsordnung. Damit griff er die Sakramentalität der Ehe an. In der Verteidigung gegen diese Position wurde mehr und mehr die Sakramentalität der Ehe auf den Moment der Eheschließung und weg vom gesamten Leben verengt.
Doch die Sakramentalität beschränkt sich nicht nur auf den Eheabschluss. Sobald zwei, durch ihre Taufe vom Geist Gottes ergriffene Menschen sich ehelich verbinden, ist ihre Verbindung von der Lebenswirklichkeit in Christus geprägt und bestimmt, die ihnen in der Taufe gegeben ist. Ihre Ehe ist sakramental. Als Ganzes ist sie ein sakramentaler Lebensvollzug der Kirche, denn sie ist eine kleine Gemeinschaft von Geheiligten, eine kleine Kirche. Im Alltag wird das Ja-Wort erfüllt. Wie jedes andere Sakrament verlangt auch die Ehe im täglichen Leben Glaubwürdigkeit.
Gleichzeitig ist die Ehe auch ein Zeichen der Hoffnung, die auf das Schon und das Noch nicht des Gottesreiches hinweist. Das Schon wird in der Zusicherung Gottes, in seiner Treue und Liebe im Rahmen des feierlichen Beginns der Ehe deutlich. In der Erkenntnis, dass die Ehe ein Unterwegssein mit Aufs und Abs ist, wird deutlich, dass sie Noch nicht die Vollendung ist. So kann sie die Ehepartner vor gegenseitiger Überforderung bewahren und auf Gottes Barmherzigkeit verweisen.
In der Treue Gottes zu den Menschen liegt auch der Grund für die Unauflöslichkeit des Ehebandes. Ehebruch ist nicht primär eine sexuelle Verfehlung, sondern vielmehr ein Bruch des Vertrauens und der Treue. Dies ist - in aller Kürze zusammengefasst - was Jesus in der Frage der Unauflöslichkeit der Ehe sagt. Aber schon bei Paulus und in der Gemeinde des Matthäus wurden erste Einschränkungen gemacht. Die Kirche hat von Anfang an - im Bewusstsein des Widerspruchs zum Anspruch Jesu - immer wieder versucht, Antworten auf die Dramen menschlicher Ehewirklichkeiten zu geben. Dennoch hat sie in lehramtlichen Aussagen immer wieder an der grundsätzlichen Unauflöslichkeit festgehalten. Ein Recht auf Ehescheidung gibt es in der Kirche nicht, wohl aber ein Recht auf Hilfestellungen in katastrophalen Lebenssituationen.
Nicht erst seit dem Hirtenbrief von 1993 hat unser ehemaliger Bischof Karl Lehmann Erwägungen angestellt, wie in der Praxis wiederverheiratet Geschiedene auch in das volle kirchlich-sakramentale Leben wieder eingegliedert werden können. Dabei betont er zunächst die grundsätzliche Unauflöslichkeit. Wichtig ist die Einsicht in eine etwaige Verantwortung beim Scheitern einer Ehe und der ernste Wille zur Wiedergutmachung. Kann die Beziehung von beiden Seiten aus nicht wiederhergestellt werden und hat sich eine neue partnerschaftliche Bindung bewährt, kann beim ausdrücklichen Wunsch der Partner eine Teilnahme am kirchlich-sakramentalen Leben gewährt werden, sofern kein Ärgernis in der Gemeinde entsteht.
Neu in den Fokus gerückt ist die Frage von Segnungen von Partnerschaften und - staatlich anerkannter - Ehen, die kirchlich nicht als solche betrachtet werden, insbesondere gleichgeschlechtlicher Paaren. Segnungen sollten jederzeit möglich sein, da der Segen Gottes, der Zuspruch Gottes jedem Menschen gilt, egal in welcher Situation, aus welchem Anlass, zu welchem Zweck ein solcher Segen angefragt wird. Aus oben angesprochenen Gründen (Ehe als Partnerschaft von Frau und Mann, Ehe als Ort der Zeugung und Erziehung von Nachkommen) ist die Sakramentalität einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft eher nicht realisierbar, beim Aspekt der Ehe als Hinordnung auf das beiderseitige Wohl wäre eine sakramentale Betrachtung denkbar. Noch stehen die theologischen Überlegungen zu diesem Fragenkomplex ganz am Anfang - wenn sie überhaupt schon angestellt wurden.
Nicht staatliche oder kirchliche Gesetze und Übereinkünfte garantieren das Gelingen einer christlichen Ehe, sondern einzig der Glaube an Jesus Christus und der Versuch konkreter Nachfolge. Das gilt nicht nur für den Vollzug des Ehesakramentes, sondern für den Vollzug aller sieben Sakramente.
von Agnes Jung ( ), und das Seniorenteam( Annette - Criselia - Daniela - Erika- Gabriele - Margit)
Die Seniorennachmittage haben jetzt Sommerpause. Wir treffen uns wieder am Dienstag, 08.09.2026 um 14.00 Uhr im Untergeschoss des Don-Bosco-Hauses. Das Programm wird vorher bekannt gegeben.
Wir wünschen allen eine schöne Sommerzeit und freuen uns ab September an jedem 2. und 4. Dienstag im Monat auf Sie!
von Christa Grünbecken
Man muss sich die grauen Zellen im Gehirn möglichst lebendig erhalten. Das wollen wir tun mit einem heiteren Gedächtnistraining mit Frau Katja Sommer und freuen uns auf einen frohen und anregenden Nachmittag.
von Christa Grünbecken
Am Montag, 08.06.2026 wird’s spannend für die Senioren:
Beim Gedächtnistraining mit Katja Sommer werden alle Gehirnareale herausgefordert dots und viel zu Lachen gibt es auch. Herzliche Einladung an alle Interessierten zu diesem geselligen Nachmittag.Beginn ist um 14.30 Uhr mit Kaffee und Kuchen.
Es freut sich auf Sie das Seniorenteam.
von Carola Hartl
Die kfd St. Johann lädt ein zum Märchenhaften Bibelnachmittag im Bibelgarten!
Am Donnerstag, 11.06.2026 um 15.00 Uhr werden wir Märchen mit Geschichten und Erzählungen aus der Bibel verknüpfen - und vielleicht neue Perspektiven gewinnen! Wir sind selbst gespannt, vor allem auf sich daraus ergebene Diskussionen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen!
Sollte das Wetter nicht mitspielen, sind wir im Kardinal-Volk-Haus. Und anschließend gibt es wieder eine gemütliche Kaffeerunde ... Sehen wir uns?