Aktuelles

  • Ihr seid meine Freunde

  • von Karola Emge-Kratz
      © Bild: Melanie Zils in: Pfarrbriefservice.de © Bild: Melanie Zils in: Pfarrbriefservice.de
    Im Anschluss an den ausführlichen Bericht über die gelungene Erstkommunionvorbereitung in unserer Gemeinde St. Peter und Paul im letzten Pfarbrief bleibt mir als Kursleitung die ehrenvolle und wichtige Aufgabe, den Katechet*innen meinen (unseren) allerherzlichsten Dank auszusprechen.
    Mit viel Herzblut und zeitlichem Einsatz haben sich einige Eltern engagiert und damit die vielen Gruppenstunden und Projekte zu wertvollen Highlights ausgestaltet. Als Katechet*innen waren in diesem Kurs tätig: Anna Zorn, Gosia Waak, Angela Subtil, Rosita Schweizer, Romina Quitt und Daniel Marx.
    Ein herzliches Dankeschön für Eure segensreiche Arbeit!

  • Sozialpastoral im Mainbogen

  • von Hermann Differenz( Pfarrvikar)
    Liebe Gemeindemitglieder,
    in Vorbereitung auf den Zusammenschluss der Pfarrgemeinden im Mainbogen, der bis 2028 geplant ist, treffen sich verschiedene Projektgruppen. Diese erarbeiten zu eigenen Themen Vorschläge. Sie werden dann der Pastoralraumkonferenz, die aus Vertretern der Pfarrgemeinde und Verwaltungsräte, der Verbände, des Jugendausschusses aller bisherigen Pfarrgemeinden besteht, unterbreitet.
    Nach der Vorstellung wird in den einzelnen Gruppen beraten und Rückmeldung gegeben, die dann besprochen und verarbeitet wird. Der endgültige Vorschlag wird nach mehrheitlicher Abstimmung, dann zum Schluss den Gremien des Bistums zur letzten Verabschiedung vorgelegt. Ende April soll nun die Projektgruppe Sozialpastoral ihr Konzept in der kommenden Pastoralraumkonferenz in Hainstadt vorstellen.
    Diese Projektgruppe trifft sich seit Januar 2024 immer in Hainstadt. Die Leitung hat Vincenzo Caterina (Gemeindereferent in Hainburg) und Öslem Nalci (Caritasmitarbeiterin). Aus unserer Pfarrgruppe sind Frau Dr. Cordula Uischner Peetz, Thomas Peetz und Alexandra Huwe als Ehrenamtliche dabei. Frau Karola Emge-Kratz und meine Wenigkeit sind als Hauptamtlichee mit von der Partie. Insgesamt sind wir 13 Mitglieder (acht Ehren- und fünf Hauptamtlich) aus Steinheim, Klein-Auheim, Hainburg, Seligenstadt und Klein Welzheim. In 17 Treffen haben wir bisher zuerst eine Sozialraumanalyse versucht und in den einzelnen Pfarreien nachgefragt, welche Aktivitäten im Sozialen Bereich der Pfarreinen stattfinden. In vielfacher Weise setzten sich viele Ehrenamtliche in unseren Gemeinden ein, aber über die Coronazeit sind auch manche Gruppen weggefallen und manche haben sich aus Altersgründen zurückgezogen. Es wurden drei öffentliche Befragungen durchgeführt, einmal auf dem Marktplatz in Seligenstadt, dann in Steinheim und einmal in der Kath. Öffentlichen Bücherei in Klein-Krotzenburg, um der Frage unseres Bischof Peter Kohlgraf nachzugehen: Was brauchen die Menschen und bekommen die Menschen das, was sie brauchen?
    Die Aufgabe der Diakonie, das heißt der Einsatz für die Menschen in ihren Nöten und der Einsatz für den Dienst an der Gemeinschaft gehört zu den Grundaufgaben einer christlichen Gemeinde. Es geht aber auch um den Blick auf andere Institutionen und Gruppierungen, die sich in ähnlicher Verantwortung um die Menschen und das Zusammenleben in unseren Wohngemeinden kümmern, wo eventuell eine Verknüpfung und eine Zusammenarbeit möglich sein könnte, um Kräfte zu bündeln
     © www.sacralphoto.de, in: Pfarrbriefservice.de © www.sacralphoto.de, in: Pfarrbriefservice.de

    So werden wir nach den Jahren der Sammlung versuchen, Ende April nun ein Konzept vorzuschlagen, welches in der Pastoralraumkonferenz vorgestellt wird. Es geht nicht darum bestehende Aktivitäten zu verändern, denn das was in den Ortsgemeinden gut läuft, soll und muss in jeder Weise unterstützt und gefördert werden. Es geht aber auch darum, wo wir auf dem Hintergrund unserer Nachforschungen eventuell ein neues, gemeinsames Projekt aufgreifen können, das auf der einen Seite noch fehlt, das uns aber auch im gemeinsamen Tun als neue Großgemeinde verbinden könnte. So hoffen wir auch weiter um Ihre Ideen, aber auch die Bereitschaft die anstehenden Aufgaben miteinander anzugehen.

  • Einladung zum Seniorennachmittag

  • von Agnes Jung ( ), und das Seniorenteam( Annette - Criselia - Daniela - Erika- Gabriele - Margit)

    Nachdem wir uns am 14. April 2026 eingesungen haben, wollen wir am Dienstag, 28.04.2026 eine kleine Maiandacht zu Ehren der Gottesmutter Maria halten.
    Beginn ist wie immer um 14.00 Uhr im Untergeschoss des Don-Bosco-Hauses.
    Anschließend gibt es Kaffee und Kuchen und nette Gespräche. Wir freuen uns auf Sie!

  • Das Team der Bücherei empfiehlt...

  • von Dorothea Hörmann

    ... für den Monat April


    Mr. Parnassus' Heim für magisch Begabte


    von T.J. Klune


     © www.penguin.de © www.penguin.de
    Linus Baker - vierzig, übergewichtig, Single - ist ein vorbildlicher Beamter der Behörde für Betreuung Magischer Minderjähriger.
    Eines Tages wird Linus zu seinem Entsetzen vor das Allerhöchste Management zitiert, wo er - zu seinem noch größeren Entsetzen - einen Spezialauftrag erhält: Er soll einen Monat lang das Waisenhaus eines gewissen Arthur Parnassus, das sich auf einer abgelegenen Insel mitten im Ozean befindet, unter die Lupe nehmen. Dort angekommen, stellt er fest, dass seine Schützlinge alles andere als gewöhnliche magische Minderjährige sind, einer von ihnen ist möglicherweise der Sohn des Teufels...
    Widerwillig lässt er sich auf das Abenteuer ein - und erlebt dabei die größte Überraschung seines Lebens...
    Bei dieser wunderbar magischen Geschichte geht jedem Fantasy-Fan das Herz auf! (The Washington Post)

  • Firmung 2026

  • von Wolfram Schmidt
    Schon jetzt erreichen uns immer wieder Anfragen wie: Wann ist in diesem Jahr Firmung? - Ist mein Kind bei der Anmeldung für die Firmung vergessen worden?
      © Bild: Sarah Frank $ | $ In: Pfarrbriefservice.de © Bild: Sarah Frank $ | $ In: Pfarrbriefservice.de
    Die Firmung wird in diesem Jahr gefeiert am Samstag, 28.11.2026 um 18.00 Uhr in der Marienkirche, Steinheim. Als Firmspender wird im Rahmen seiner Visitation des Pastoralraumes Bischof Kohlgraf zu uns kommen.
    Noch laufen die Planungen zum Vorbereitungskurs, noch sind keine Einladungen ausgesprochen worden! Noch stehen keine Termine fest, sicher ist der Endpunkt (= die Firmung)! Sicher ist auch, dass wir den Kurs noch vor den Sommerferien beginnen werden.
    Nach Ostern werden alle Jugendlichen angeschrieben, die zwischen Juli 2009 und Juni 2010 geboren sind, die in unseren Übersichten als katholisch gemeldet sind. Sie werden eingeladen, an der Vorbereitung zum Empfang des Sakramentes der Firmung, am Glaubenskurs für Jugendliche teilzunehmen. Auch die Eltern der Jugendlichen werden einen Brief erhalten, in dem sie über wichtige Eckpunkte zur Firmvorbereitung informiert werden.
    Sollte der eine oder die andere nicht angeschrieben werden (z. B., weil sie bei uns nicht als katholisch gemeldet sind), sollte es auch ältere Jugendliche geben, die noch nicht gefirmt wurden aber jetzt an der Firmung teilhaben wollen - bitte melden Sie sich umgehend bei Pfarrer Schmidt; eine Teilnahme an der Firmung soll daran nicht scheitern.
    So hoffen wir, dass sich viele junge Menschen vom Heiligen Geist anstecken lassen wollen und ihren Glauben als erwachsen Werdende leben wollen.

  • Pfarrbüros geschlossen

  • von Maria Dehmer
    Alle Pfarrbüros bleiben vom 27.04. bis 28.04.2026 wegen einer Teamfortbildung geschlossen. Das Pfarrbüro St. Peter und Paul hat im Anschluss vom 29.04. bis 30.04.2026 geschlossen.
    In dringenden seelsorgerischen Notfällen wenden Sie sich bitte an Pfarrer Wolfram Schmidt, ✆ 6750865

  • Im Haus meines Vaters...

  • von pfarrbrief.de

  • Kreuzwallfahrt im Mai

  • von Birgit Maikranz
    Am Sonntag, 03.05.2026 wird in Steinheim die diesjährige Wallfahrt zum Heiligen Kreuz stattfinden. Um 09.30 Uhr startet die eucharistische Prozession an der Marienkirche; die Prozession mit dem Gnadenkreuz beginnt in St. Nikolaus um 09.30 Uhr. Am Kreuzweg vereinen sich die Prozessionen und ziehen gemeinsam zum Wallfahrtsplatz in St. Nikolaus. Dort wird um 10.00 Uhr das festliche Hochamt gefeiert.
    Musikalisch wird die Kreuzwallfahrt vom Kirchenchor St. Johann Baptist, dem Katholischen Musikverein Excelsa und Richard Mallmann an der Orgel gestaltet. Im Anschluss an das festliche Hochamt werden die Wallfahrtsbrötchen gesegnet und verteilt.
    Um 15.00 Uhr findet die feierliche Abschlussandacht mit Verehrung des Gnadenkreuzes in der St. Nikolaus Kirche statt.
    Wir freuen uns auf diesen Tag und laden alle herzlich ein, die Kreuzwallfahrt mit uns zu feiern. Weitere Informationen finden Sie auf www.kreuzwallfahrt.de.

  • Der Mai ist gekommen

  • von Christa Grünbecken
    Nach einer Maiandacht am Montag, 04.05.2026 in der Marienkirche um 14.00 Uhr wollen wir bei Kaffee und Kuchen, im Kardinal-Volk-Haus, mit alten Schlagern die Jugend aufleben lassen.

  • Update zum Kleiderstübchen in St. Nikolaus

  • von Liane Kellner
    Das Kleiderstübchen St. Nikolaus gibt es nun schon 3 1/2 Jahre, im Jugendheim, in der Karlstraße, nachdem es fast ein Jahr lang im Pfarrhaus St. Nikolaus ansässig war, um dort für unsere geflüchteten, ukrainischen Gäste Kleidung, Haushaltswaren, Schulsachen, Hygieneartikel und vieles mehr, kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Angebot dort wurde sehr gut genutzt, es gab viele Gespräche und es entstand Vertrauen und Freundschaft! Das Stübchen bestand dort, bis der Bedarf der ukrainischen Gäste gedeckt war.
    Auf die nun über 3 Jahre, die das Stübchen im Jugendheim ist, kann man auch nur positiv zurückschauen. Das Angebot dort ist für Alle, es ist alles sehr preiswert und jeder kann die Dinge abgeben, die nicht mehr gefallen, nicht mehr passen oder nicht mehr benötigt werden. An dieser Stelle, möchten sich das Team des Kleiderstübchens auch einmal ganz herzlich für all die gespendeten, guten und schönen Sachen bedanken. Durch Ihre Spenden konnten wir mit dem dafür eingenommenen Geld, schon vielen kleinen Vereinen und Institutionen in unserer Region eine Freude machen.

    Eine Übersicht


    Da das Jugendheim ja auch unterhalten werden muss, bezahlen wir 500 € jährlich für Strom, Wasser und Heizung.
    Spenden gingen an:
    • Jungen-Zeltlager St. Nikolaus 500 €
    • Adventskranz für Kirche 200 €
    • Ukraine Friedenscafe Groß-Steinheim 250 €
    • Karnevalsgesellschaft Klein-Auheim 250 € (von ihnen bekamen wir ganz am Anfang drei stabile neue Rundkleiderständer geschenkt)
    • Lindenau Schule/Musikunterricht (ein für 300 € repariertes Keyboard)
    • Mädchen-Zeltlager St. Nikolaus 500 €
    • Feuerwehrjugend Steinheim 300 €
    • Feuerwehrjugend Klein-Auheim 300 €
    • Förderverein Alte Pfarrkirche 250 €
    • Erhaltung Kardinal-Volk-Haus 250 €
    • Anschaffung Liederbücher St. Nikolaus 300 €
    • Spende für den guten Zweck über den Nachlass von Pfr. Nieder 150 €
    • evangelische Jugendarbeit 300 €
    • Gnadenhof Bommel und Wutz 400 €
    • Tierrefugium Wolfgang 300 €
    • Wildtierstation Maintal 300 €
    • Gründung Kinderschwimmclub Turnerschaft Steinheim 300 €

    Nicht mehr so schöne Handtücher und Bettwäsche bringen wir in die verschiedenen Tierheime, da diese dort immer benötigt werden, Obdachlose können sich im Stübchen kostenlos einkleiden, Bücher und Spiele geben wir auch an unsere Kindergärten weiter.
    Wir freuen uns weiterhin über alle Spenden, die wir von Ihnen bekommen. Trotz vieler Stammkunden, würden wir uns auch über viele neue Besucher freuen, die gerne stöbern und vielleicht noch gar nicht erfahren haben, dass es zusätzlich zum Roten Kreuz Laden noch einen 2. Second-Hand Laden in Steinheim gibt, diesen unter der Trägerschaft der Pfarrei St. Nikolaus.
    Unsere Öffnungszeiten
    Montags und donnerstags von 16.00 bis 18.00 Uhr, mittwochs von 17.00 bis 19.00 Uhr und jeden 2. Samstag im Monat von 14.00 bis 16.00 Uhr
    Das Team des Kleiderstübchens
    Corinna Schwob, Gudrun Euler, Tina Schmieder, Erik Hessler, Anja Volkmann, Carine Schwarz und Liane Kellner.
    Ein herzlicher Dank geht auch an Maryann Reiche und Karla Zimmermann, die inzwischen leider ausscheiden mussten, für ihre lange Hilfe und Mitarbeit.

    Wir freuen uns sehr über Ihre Besuche!

  • Kettenreatkion

  • von pfarrbriefservice.de
    Bild © _alicja_ / Pixabay.com - Lizenz, in: Pfarrbriefservice.de

  • Die Bibelgarten-Saison ist eröffnet!

  • von Carola Hartl( Bibelgartenteam)

    Die Bibelgarten-Saison ist eröffnet!


    Im Bibelgarten wurde der Winter ausgeräumt – es lohnt sich, bei Öffnung mal wieder reinzuschauen! Außerdem wollen wir wieder eine Pflanzenbörse anbieten, und zwar am Samstag, 09.05.2026 von 10.00 bis 12.00 Uhr. Es werden schon fleißig junge Pflänzchen gesammelt und eingetopft, die für den häuslichen Garten geeignet sind, zum Teil winterharte, aber auch saisonale Kräuter und Blumen.
    Bitte den Termin schon vormerken und dann neugierig bei uns gucken und auswählen!

  • Die Sakramente (Teil 9)

  • von Wolfram Schmidt
    Nun gibt es in der Kirche Träger von besonderen Aufgaben. Die gab es von Anfang an. Das Neue Testament spricht kein einziges Mal von ihnen als Priester. Und das war ganz normal, denn so setzte die Urkirche ihre Amtsträger deutlich von den Priestern der heidnischen Kulte ab. Die Amtsträger wurden Episkopen (Aufseher), Presbyter (Älteste) und Diakone (Diener) genannt. Ihr priesterlicher Dienst bestand zuallererst darin, den priesterlichen Dienst Jesu Christi durch ihr Handeln den Menschen und der Kirche zu vermitteln. Erst als das Bewusstsein in der Kirche stärker wurde, dass die Eucharistiefeier die stärkste Vergegenwärtigung von Jesu Botschaft und Tun ist, wurde die Feier der Eucharistie zu einem besonderen Dienst der Amtsträger.
    Das Wort Priester hat sich in der Kirche jedoch im Laufe der Zeit zu sehr auf die Träger des besonderen Dienstamtes beschränkt. Das Wort Priester ist als Bezeichnung für die Person, der die Dienste von Verkündigung, bevollmächtigter Lehre, Zusprechen von Sündenvergebung, Leitung der Gemeinde und vor allem Leitung der Eucharistie vollzieht höchst unglücklich. Die Rede vom Priestertum Jesu Christi - besonderes Dienstamt wäre sicherlich besser. Doch ist es sehr schwer, den alten, alteingesessenen Sprachgebrauch zu ändern. Von daher ist es umso wichtiger, die Inhalte der Sache zu kennen.
    Wie die Apostel sind alle Christen von Jesus gesandt. Alle Christen haben den Auftrag, Zeugen von Leben, Tod und Auferstehung Jesu zu sein. Somit stehen alle Christen in einer apostolischen Nachfolge, apostolischen Sukzession. Das gilt auch für die Träger der besonderen Dienste, die durch ein besonderes Zeichen, die Handauflegung, in einer engeren Sukzession der Apostel stehen.
    Jesus hat Menschen in seine Nachfolge gerufen. Aber schon bei ihm war Nachfolge nicht gleich Nachfolge. Neben denen, die er zum Glauben an das Evangelium aufrief, hat er eine besondere Gruppe von Menschen erwählt, mit ihm zu gehen. Er hat sie in den Dienst genommen, an seiner Aufgabe mitzuarbeiten. Aus dieser Schar der Jünger hat er einen weiteren Kreis geschaffen: die Gruppe der 12 Apostel. Dieser Kreis hat in der Kirche keine direkte Fortsetzung gefunden. Die Zwölf sind mit ihrem Osterzeugnis die einmalige Grundlage des Glaubens. Die Weitergabe dieses apostolischen Glaubens geschieht durch viele Menschen und viele Dienste.
    In der frühen Christenheit gibt es eine große Bandbreite von Diensten und Funktionen, die aus vorgegebenen Formen der religiösen und gesellschaftlichen Umwelt übernommen und umgeformt oder auch neu erfunden und erprobt wurden. Zu nennen wäre da zum Beispiel der Ältestenrat, Propheten- und Lehrerdienste, der Siebenerkreis (vgl. Apostelgeschichte).
    Nach dem Tod der Apostel stellte sich vor allem die Frage nach dem Dienst der führenden Nachfolgeposition. Aus dieser Frage entwickelte sich als Antwort die Stellung des Dienstes eines Episkopen heraus. Der Episkop (heute: Bischof) füllte vor allem eine einheitsschaffende, einheitsbewahrende Rolle aus. Insgesamt bildete sich in den ersten beiden Jahrhunderten langsam eine Zu- und Unterordnung der Dienste aus, vor allem auch der Ämter (Ämter als Dienste, die die gesamte Gemeinde betreffen und auf Dauer von ihren Trägern wahrgenommen werden).
    Die Übertragung der Ämter greift von Anfang an das alttestamentliche Zeichen der Vollmachtsübertragung auf: die Handauflegung. Neben dem Sinn der Übertragung einer Aufgabe und der dazugehörenden Vollmacht erhält dieses Zeichen noch einen weiteren Inhalt: in diesem Zeichen wirkt der Heilige Geist (diese Deutung ist uns schon bei der Firmung und der Krankensalbung begegnet). Rasch wird die Handauflegung zur Einsetzung einer Person in ein Amt zum Zeichen der Ordination, der Weihe. Primäre Aufgabe eines so Ordinierten ist das Lehramt, die bevollmächtigte Verkündigung des Evangeliums vor der ganzen Gemeinde. Erst dann folgen die administrativen Befugnisse und die gottesdienstlich-liturgischen Funktionen.
    Erst das Konzil von Trient (16. Jahrhundert) versuchte eine erste Systematisierung der Theologie des Weihesakramentes. Aber das war sehr schwer, da dieses Thema gleich in kirchenpolitisches Fahrwasser geriet (Spannungen zwischen Papsttum und konziliaren Ideen und anderes). So blieb die Antwort auf die reformatorischen Angriffe fast ohne systematische Basis. Es wird festgestellt, dass es ein spezielles Priestertum mit geistlichen Vollmachten gibt, das durch die Weihe übertragen wird. Durch die Weihe bedingt gibt es eine hierarchische, das heißt herrschaftliche Struktur. An der Spitze stehen die Bischöfe, dann die Priester und dann die Diener. Allerdings: als Weihesakrament galten die drei Stufen Subdiakonat, Diakonat und Presbyterat. Die Bischofskonsekration war zeitweise ein eigenes Sakrament, stand dann lange Zeit außerhalb der Sakramentalität.
    Erst das Vaticanum II. (1963-1965) brachte eine Systematisierung, die den Gegebenheiten der geschichtlichen Entwicklung entsprach. Der kirchliche Dienst, das kirchliche Amt als solches ist dem Willen Jesu hervorgegangen. Dieser Dienst wird in verschiedenen Ordnungen, Stufen versehen. Die Fülle, Vollständigkeit des Weihesakramentes liegt im Dienst des Bischofs, der den vollen Anteil am Dienst Jesu Christi hat. Einen Anteil an diesem Dienst Jesu haben die Priester, die ihren Dienst zugleich als Mitarbeiter des Bischofs versehen. Sie tun ihren Dienst für das Ganze der Kirche, gesandt durch den Herrn selbst. Priestersein, Bischofsein ist keine persönliche Würde, die den Betroffenen heraushebt (von daher ist das ganze Titelpanoptikum der Kirche, angefangen von Hochwürden, Ehrwürden bis hin zu Heiliger Vater nur menschlicher Tand), sondern eine Inanspruchnahme für den Dienst am ganzen Volk Gottes. Aufgaben sind vor allem Verkündigungsdienst (nicht nur in der Predigt), der Heiligungsdienst (die Spendung der Sakramente) und der Leitungsdienst. Die dritte sakramentale Stufe ist die Weihe zum Diakon, die vom Konzil wiederbelebt wurde zum eigenständigen Dienstamt. Das Diakonat war jahrhundertelang nur eine Durchgangsstufe zum Priestertum - nun hat der ständige Diakon ein eigenes Aufgabenfeld.
    Fortsetzung folgt
    dots

  • Humor

  • von pfarrbrief.de