Caritas St. Johann Baptist

Gelebte Nächstenliebe vor Ort

Caritas ist mehr als eine Organisation. Sie ist eine Grundhaltung gegenüber Menschen, besonders gegenüber Menschen, die in Not geraten sind. Caritas ist Kirche im Dienst am Nächsten.


Damals
Begonnen hat alles im November 1897, als der Theologe Lorenz Werthmann in Köln zur Gründung des Caritasverbandes aufrief, um die drohende Zersplitterung der katholischen sozialen Hilfsangebote abzuwenden. In der deutschen Bischofskonferenz im Jahr 1916 wurde er dann als Wohlfahrtsverband der katholischen Kirche in Deutschland anerkannt und bildet heute den größten unter den sechs deutschen Wohlfahrtsverbänden: Diese sind: Arbeiterwohlfahrt, Diakonisches Werk, Paritätischer Wohlfahrtsverband, das Rote Kreuz und die Zentralwohlfahrtsstelle der Juden. Bereits in den zwanziger Jahren war ein beachtliches Netz von Ausbildungsstätten für soziale Berufe und Fortbildungsmöglichkeiten geschaffen. Damals lagen die Schwerpunkte im Bereich der Kinder- und Jugendfürsorge, der Krankenpflege und der Seelsorgehilfe. Während der nationalsozialistischen Diktatur, endete die partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Staat und den freien Wohlfahrtsverbänden – trotzdem blieb der Caritasverband am Leben. Nach dem 2. Weltkrieg war die Organisation sofort arbeitsfähig und kümmerte sich um die notleidende Bevölkerung. Durch die Vermittlung umfangreicher Auslandshilfen, durch Flüchtlingshilfe und Familienzusammenführungen trug die Caritas damals viel zum Abbau der Kriegsfolgen bei. Ende der 50er Jahre leistete dann die deutsche Caritas erstmalig internationale Not- und Katastrophenhilfe - ob Erdbeben, Epidemien, Überschwemmungen oder Wirbelstürme – überall dort wird geholfen, wo Menschen in der Welt schnell und unbürokratisch Hilfe benötigen. Die politische Wiedervereinigung Deutschlands 1990 hatte auch Auswirkungen auf die Caritas. Die Verbände der ehemaligen DDR gaben ihre Neu- oder Wiedergründung als eingetragene Vereine bekannt und sind seither Teil des Deutschen Caritasverbandes.

Heute
Im 21. Jahrhundert hat sich die soziale Landschaft in Deutschland immer mehr verändert. Aus manchen Feldern hat sich der Staat und auch die Kirche, wo früher viele karitative Einrichtungen von Ordensleuten mit betreut wurden, zurückgezogen und private Anbieter treten neben den klassischen Wohlfahrtsorganisationen immer mehr auf. Denken wir an die vielen Pflegedienste und Altersheime, die im Seniorenbereich tätig sind. Leitspruch der Caritas ist „Not sehen und handeln“. Dazu gibt es viele professionelle Angebote im Verband und auch als Unterstützung der sozialen Arbeit in den jeweiligen Pfarrgemeinden der Region. Wichtig ist, dass wir uns den Hilfesuchenden unabhängig von Konfession und Religion und unter Wahrung der Vertraulichkeit zuwenden. Der Caritasverband in Mainz bietet ein umfassendes Angebot an Beratung und Unterstützung. Mit ca. 400 Mitarbeitern in 14 Einrichtungen werden Hilfen in vielen Bereichen angeboten: Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, Hilfe für psychisch Kranke, Suchtkranke und Behinderte, Allgemeine Lebensberatung und soziale Sicherung, Schuldnerberatung, gesetzliche Betreuung, Beratung für Frauen in Schwangerschaft und Notsituationen, Migrations- und Flüchtlingsberatung, Wohnsitzlosenhilfe etc. - um nur die wichtigsten auszuzählen. Die Einrichtungen finanzieren sich aus öffentlichen Zuschüssen, der Sozialversicherung, Spenden, Eigenmitteln und den Beiträgen der Kunden, Klienten oder Patienten. Deshalb ist es sehr wichtig, dass aufgrund der jährlich zweimal aufgerufenen Sommer- und Wintersammlung auch der einzelne Bürger daran erinnert wird, hier helfend in Form von einer Spende tätig zu werden.

Vor Ort
Im Jahr 2020 konnten unsere ehrenamtlichen Mitarbeiter aufgrund der Corona-Situation leider keine betagten und kranken Mitmenschen aus unserer Gemeinde in den Altenheimen und Krankenhäusern und auch nicht zu Geburtstagen besuchen. Das bedauern wir außerordentlich, da uns dieses Angebot sehr am Herzen liegt und wir uns deshalb freuen, wenn diese Besuche wieder aufgenommen werden können. Natürlich wissen wir nicht immer, wer Hilfe benötigt und wo und wie wir noch besser auf bedürftige Mitmenschen zugehen können. Bitte scheuen Sie sich nicht und kontaktieren Sie uns oder geben unsere Daten an hilfebedürftige Mitmenschen weiter.

An dieser Stelle gilt es, unserem ehrenamtlichen Team in St. Johann Baptist ein herzliches Dankeschön zu sagen. Den fleißigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die beim Eintüten und Verteilen der Briefe mithelfen, die ihre Freizeit opfern und sich freuen, wenn dadurch Beträge in unseren Pfarreien verbleiben, mit denen Hilfebedürftigen unter die Arme gegriffen werden kann. Wo sich Menschen gegenseitig unterstützen und gemeinsam nach Lösungen suchen da tun sich immer wieder neue Wege auf. Machen wir weiter so!

Beiträge

  • Ein gelungener Caritas-Ausflug

  • von Rita Schilling
    Endlich, am Dienstag, 24.05.2022 um 13.00 Uhr war es so weit. Der gemeinsame Ausflug unserer drei Pfarrgemeinden stand auf dem Programm und viele aus den Caritas-Teams und weitere Reiselustige stiegen in den Bus der Fa. Emmel. Die Fahrt ging in Richtung Mittelhessen nach Großen Buseck.
    Viel schneller als vermutet waren wir dort angekommen und wurden von Pfarrer Szafera, Diakon Montermann und dem guten Geist der Gemeinde, Frau Ries sehr herzlich empfangen. Nun war unser ehemaliger Pfarrer voll in seinem Element. Jeder wurde von ihm persönlich begrüßt und eine große Fröhlichkeit machte sich in der Gruppe breit.
    Rita Schilling überreichte Pfarrer Szafera und Frau Ries Gastgeschenke mit Bezug zu Steinheim. Frau Ries hatte ein grandioses Kuchenbuffet mit selbstgebackenen Leckereien vorbereitet und bei Kaffee und Kuchen wurden so manche Erinnerungen und Neuigkeiten ausgetauscht.
    Die kleinen Regenwolken hatten sich inzwischen verzogen und somit stand einem Spaziergang in den nahegelegenen Schlosspark nichts im Weg. Bewundert wurden dort die alten Baumbestände, schnell ein Foto mit dem Mammutbaum, ein Bild vom Schloss, das seit 1981 als Rathaus dient. Sogar der neue Bürgermeister und sein Vorgänger kreuzten dort unsere Wege und begrüßten unsere Gruppe aufs Herzlichste.
    Die meisten von uns haben auf dem Rückweg der von Pfarrer Szafera angepriesenen süßen Versuchung an der ital. Eisdiele in direkter Nähe des Pfarrzentrums widerstanden und sind auf direktem Weg zur Maiandacht in die Kirche St. Marien gegangen. Diese ist zwar kleiner als unsere Marienkirche, hat sich aber sehr stilvoll und einladend präsentiert.
    Frau Ursula Sommer, auch ein guter Geist in der Pfarrei, trug mit zwei ihrer selbst verfassten religiösen Gedichte zum Gelingen der Maiandacht bei, in der am Schluss der Organist noch einmal alle Register zog und bekannte religiöse Lieder in einem meditativem Potpourri zu Gehör brachte.
     © Bilder: Roland Viet, Collage: G. Abrami © Bilder: Roland Viet, Collage: G. Abrami

    Nach einem gemeinsamen Bild vor der Kirche ging es dann nach Alten Buseck in das Restaurant Kirschberg zum gemütlichen Ausklang. Viel zu schnell war die Zeit der Abfahrt da und mit dem Lied Auf Wiedersehen, Auf Wiedersehen verabschiedeten uns Pfr. Szafera und sein Team.
    Alle Teilnehmenden dieses gelungenen Ausflugs waren einhellig der Meinung, dass das ein wunderschöner Nachmittag und Abend war. Besonders gefreut hat uns, dass Pfarrer Szafera in der Pfarrgemeinde Großen-Buseck gut aufgenommen wurde und dort auch viele unterstützenden Helfer*innen um sich hat.
    Gern haben wir eine Gegeneinladung ausgesprochen und hoffen, dass es ein Wiedersehen in Steinheim gibt.

    Ansprechpartner

    Rita Schilling

    Leiterin
    (06181) 6 11 83