• Schuhsammlung der Kolpingsfamilie

  • von Stefan Imgram
    Bei der diesjährigen Schuhsammelaktion des Kolpingwerkes Deutschlands beteiligt sich auch die Kolpingsfamilie Klein-Auheim.
    In der Zeit vom 30. Dezember 2021 bis zum 7. Februar 2022 steht in unserer Pfarrkirche St. Peter und Paul hinten links (gegenüber dem Schriftenstand) eine große Kiste für die Schuhsammelaktion bereit. Es werden gebrauchte und noch tragbare Schuhe gesammelt. Bitte die Schuhpaare zusammenbinden.

    Fast jeder hat zu Hause Schuhe, die schon lange nicht mehr getragen werden. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die Schuhe zu spenden und damit den Aufbau und die Begleitung von Kolpingsfamilien sowie der Strukturen des Kolpingwerkes in der Einen Welt zu fördern. Schuhe, die nicht kaputt sind, gehören auf keinen Fall in die Mülltonne. Sie können noch von Menschen getragen werden, denen es nicht so gut geht wie uns und die sich keine neuen und teuren Schuhe kaufen können. Alle Schuhe werden in einem Sortierwerk nach Qualität und Nutzungsmöglichkeiten sortiert und überwiegend nach Afrika, Nahost und Osteuropa vermarktet.
    Wir freuen uns möglichst viele Schuhkisten versenden zu können. Letztes Jahr haben wir in fünf Kisten über 62 kg verschickt.
    Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

    News und Ankündigungen

  • leben teilen

  • von Wolfram Schmidt( Pfarrer)
    Liebe Schwestern und Brüder,
    leben wollen wir Menschen, nicht nur irgendwie. Wir wollen gesehen und gehört werden. Wir wollen uns mitteilen und etwas erfahren. leben teilen ist bewusst zweimal klein geschrieben, zwei Verben. Viel zu viele sind mehr oder weniger ausgeschlossen vom Leben, wenn vieles einfach zu teuer wird. Wohnen und nicht frieren müssen darf zum Beispiel nicht zum Luxusgut werden. leben teilen ist das Leitwort des 102ten Katholikentages, der vom 26. bis 29.05.2022 in Stuttgart stattfindet. Bewusst wird damit auf den heiligen Martin von Tours angespielt, der seinen Mantel geteilt und so es einem Ausgeschlossenen ermöglicht hat, zu leben. Martin wird in unserem Bistum als Bistumspatron besonders verehrt. leben teilen ist eines der vier Elemente, die in der Überschrift unseres Pastoralen Weges aufgenommen wurden (Eine Kirche, die teilt: Leben teilen - Glauben teilen - Ressourcen teilen - Verantwortung teilen).
    Leben zu teilen war in den vergangenen beiden Jahren unter Coronabedingungen gar nicht so leicht. Begegnungen mit Freundinnen und Freunden waren kaum oder nur mit Abstand unter dem Mund-Nasen-Schutz möglich. Es war - und ist bedauerlicherweise immer noch - keine gute Erfahrung, füreinander mehr Bedrohung und Gefahr, sich anzustecken, zu sein, als eine Möglichkeit, voneinander zu lernen und sich gegenseitig zu bereichern.
    Christi Himmelfahrt heißt der freie Tag, der uns mitten in der Woche und im Mai geschenkt wird. Mit Christi Himmelfahrt allerdings verbinden sich, wenn überhaupt, kuriose Vorstellungen. Nichtchristen müssen lächeln oder schütteln den Kopf, denn sie denken an einen Menschen, der in einer Raumkapsel ins Nirgendwo des Weltalls fliegt. So hat der erste Mensch im All, der Russe Juri Gagarin, bei seinem Flug den Christus vergeblich gesucht.
    Aber auch wir Christen tun uns schwer. Wie sollen wir uns das mit der Himmelfahrt vorstellen? Am besten gar nicht. Jesus Christus kehrt dahin zurück, woher er unseretwegen und zu unserem Heil hergekommen ist. Er hat das Erdenleben mit uns geteilt und uns aufgezeigt, wie wir leben können. Und ist dann zurück in den Bereich des Göttlichen gekehrt, zu Gott, seinem Vater im Himmel. Uns bleibt die Aufgabe, zu leben und zu teilen.
    Dazu ist Christi Himmelfahrt als Vatertag ein guter Anlass. Männer und Väter geben kein gutes Bild von sich ab, wenn sie sich an diesem Tag hemmungslos betrinken. Ein Männer - oder Vatertag könnte zu etwas anderem der geeignete Anlass sein: zu einem Wochenende von Vater und Sohn, von Opa und Enkel, oder zu einem gemeinsamen Erlebniswochenende in der gesamten Familie. Dieser Tag kann auch eine Einladung sein, einfach zusammen zu sein und Zeit miteinander zu teilen. Er kann uns wieder ins Gedächtnis rufen, wie wichtig es ist, sich Zeit zu nehmen - für sich selbst, für die, die einem wichtig sind, und nicht zuletzt auch für Gott.
    Teilen wir so miteinander das Leben - an Christi Himmelfahrt und an jedem Tag.